Server & Heimnetz

Mein Unraid Server – Teil 1: Anforderungen und Hardware

von Julian Geißler

Unraid-Server mit mehreren Festplatten

Nach langer Überlegung und Planung habe ich mich endlich dazu entschlossen, einen eigenen Unraid Server über die Weihnachtszeit aufzusetzen. In diesem Blogpost möchte ich zeigen, welche Hardware ich zusammengestellt habe und welche Überlegungen hinter meinen Entscheidungen stecken. Dabei habe ich bewusst auf vorhandene Komponenten zurückgegriffen, um die Kosten im Rahmen zu halten, und nur das Nötigste neu gekauft.

Was ist denn Unraid?

Unraid ist ein Betriebssystem für Server, das speziell für Network Attached Storage (NAS) und virtuelle Maschinen entwickelt wurde. Es bietet eine flexible Speicherlösung, die Festplatten unterschiedlicher Größe kombinieren kann und dabei Paritätsschutz für Datenredundanz bietet. Im Gegensatz zu herkömmlichen RAID-Systemen können Festplatten einzeln hinzugefügt oder entfernt werden, ohne dass der gesamte Array neu aufgebaut werden muss.

Einer der größten Vorteile von Unraid ist seine Benutzerfreundlichkeit – auch für Einsteiger geeignet, bietet es gleichzeitig genug Funktionen für fortgeschrittene Nutzer. Über Docker können Container einfach verwaltet werden, und virtuelle Maschinen lassen sich unkompliziert einrichten.

Meine Ziele mit dem Unraid Server

Bevor ich mit der Planung begann, habe ich mir genau überlegt, was ich mit meinem neuen Server erreichen möchte. Die Anforderungen waren klar definiert.

NAS-Funktion für Backups

Ein Hauptgrund für den Unraid Server ist die zentrale Speicherung und Backup-Funktion:

Medienserver

Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich ist die Verwaltung meiner Medien:

Werbeblocker für das gesamte Netzwerk

Um Werbung im gesamten Heimnetzwerk zu blockieren, plane ich die Installation eines Werbeblockers:

Wie bin ich auf Unraid gekommen?

Auf Unraid bin ich durch YouTube-Videos gestoßen. Der Kanal AlienTech42 wurde mir immer wieder vorgeschlagen, und nachdem ich einige Videos angeschaut hatte, war ich von den Möglichkeiten begeistert. Die klaren Anleitungen und die Gemeinschaft haben mich überzeugt, es auszuprobieren.

Hardware-Anforderungen und Zusammenstellung

Bei der Hardware-Planung habe ich bewusst auf vorhandene Komponenten zurückgegriffen und nur das Nötigste neu gekauft.

Das Basis-System

Ich nutze einen bereits vorhandenen PC, der für diese Aufgabe perfekt geeignet ist:

Das System ist wahrscheinlich etwas überdimensioniert für einen reinen NAS-Betrieb, bietet aber genug Spielraum für zukünftige Erweiterungen und Container.

Neue Hardware-Komponenten

Neben dem bestehenden System musste ich einige neue Komponenten anschaffen:

USB-Stick für das Betriebssystem

Unraid läuft direkt von einem USB-Stick, was den Vorteil hat, dass keine interne Festplatte für das Betriebssystem benötigt wird:

Festplatten für den Speicherpool

Für einen funktionierenden Unraid Server braucht man mindestens zwei Festplatten:

Ich habe mich für zwei identische Seagate Exos Festplatten (werkseitig überholt) entschieden. Überholte Festplatten sind günstiger, und ich hoffe, dass sie keine Probleme machen werden. Die Exos-Serie ist für den Server-Betrieb ausgelegt und sollte zuverlässig sein.

USV für Stromausfall-Schutz

Um Datenverlust bei Stromausfällen zu vermeiden, habe ich eine USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) angeschafft:

Software: Die Unraid-Lizenz

Unraid ist nicht kostenlos, aber die Investition lohnt sich meiner Meinung nach:

Ausblick: Was kommt als Nächstes?

Die Hardware ist zusammengetragen und der Plan steht. Im nächsten Schritt geht es um die Installation und Konfiguration von Unraid. Ich werde berichten, wie die Einrichtung verlaufen ist und welche ersten Herausforderungen sich ergeben haben.